Vor dem Atelier, 2002

Malweise und Bildidee

Bevorzugte Farbmaterialien sind Eitempera, Öl und Pastell, Acrylfarben und darauf basierende Mischtechniken. Die Farbe als Ausdruck wird kraftvoll, dicht, direkt und bewusst eingesetzt. Sie spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau eines Bildes. Gelegentlich tauchen Lokalfarben auf in Verbindung mit Figuren oder Schatten. Sie haben abbildhaften Charakter, sind aber in weitere Farbschichten eingesenkt. Nichts soll vorhersehbar oder entlang von Sehgewohnheiten und Traditionen formuliert sein. Farbe ist für mich konstruktive Form und zugleich ständiges Experiment. "Es ist unmöglich, sich rein psychisch auszudrücken. Der Akt des Sichausdrückens ist ein physischer Akt, der den Gedanken materialisiert"". (Asger Jorn in 'Rede an die Pinguine', Cobra Nr. 1, 1948) Die Themen sind traditionell: Menschliche Figur in dem sie umgebenden Raum, Landschaft, gelegentlich Stillleben.
Die Malerei ist weder figurativ, noch abstrakt, noch beides. Ein eigener Weg in der Darstellung wird gesucht im Bewusstsein der Unausweichlichkeit von Tradition. Der eigenen Wahrnehmung als Erfahrung trauen, sich nicht festlegen, Gegensätzliches zulassen - dieser Idee folgen die Bilder.

Christine Beck, Februar 2002

  

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